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Hochzeitsgeschichten


Wer nicht so begeistert ist, für ein Hochzeitsfest einen Sketch auswendig aufzusagen oder wem es generell schwerfällt, auswendig zu lernen aber trotzdem seinen Beitrag zu solch einem wichtigen Fest bringen möchte, der ist vielleicht mit einer Hochzeitsgeschichte gut beraten.
Man tauscht hier bei diesen Hochzeitsgeschichten - Vorlagen, einfach Orte und Namen aus und kann dann auf dem Hochzeitsfest, wie ein Märchenerzähler sein Manuskript zur Hand nehmen und einfach vorlesen.

Diese Hochzeitsgeschichten wurden aus antiquarischen Büchern aufbereitet, ich stelle euch diese Reden gerne für private Zwecke zur Verfügung.






Ein Beitrag zur Naturgeschichte des Storches


(Mit Bild eines Storches)

*)Orte und entsprechende Zeit des Storcheintreffens bei Verwandten oder Freunden. In diesem Artikel können besonders am Schluß Familienverhältnisse von Verwandten berücksichtigt werden.

Wohl keins der auf dem ganzen Erdreich exestierenden Tiere ist uns seiner Naturgeschichte nach unbekannter geblieben als der Storch; über kein anderes Tier, den durch Goethe verherrlichten Reinecke Fuchs nicht ausgenommen, sind so viel Fabeln im Umlauf, als wir über diesen Repräse ntanten der Vogelwelt, wie ihn Brehm ganz richtig nennt. Und doch ist dieser Mosjöh Langbein keine seltene Erscheinung; zeigt er sich doch oft da, wo er gar nicht gewünscht wird, während er manchmal die ihn mit Ungeduld Erwartenden lange Zeit im Stich läßt. Er hat so seine Mucken, die ihm Niemand abegewöhnen wird, wie sehr man sich auch die Mühe geben würde. Der Storch ist ein Zugvogel. Diese Tatsache steht fest, denn sie kann durch Beispiele belegt werden - aber irrtürmlich ist die Behauptung, daß sich seine Wanderschaften an bestimmte Jahreszeiten knüpfen.
Er kann sich beispielsweise im Mai oder Juni in (K...*) niederlassen, er kann aber ebenso gut im Dezember sein Quartier in (B ....*) aufschlagen und sich im Januar oder Februar bereits wieder in (R . . *) auf einer bestimmten Stelle einnisten. Er scheut nicht Kälte noch Hitze, wie man ihm vielfach nachsagt, er setzt seine Wanderung fort zu jeder Zeit, überall da mit lauter Freude begrüßt, wo er zum erstenmale eintrifft. Auch da wird er noch gern gesehen, wo er sich nach mehrjährigen Pausen wieder einmal zeigt, während er oft sehr kühl an den Orten aufgenommen wird, die er alljährlich regelmäßig besuchen pflegt.
Bei der Wahl seines Nestes entwickelt der Vogel einen ganz eigenen Instinkt. Man sollte meinen, er mache sich zuor mit den Bewohnern des Hauses näher bekannt, ehe es ihm einfalle, sich bequem darauf einzurichten. Sind die Besitzer eines Hauses schon alt, so haben sie selten Hoffnung, diesem Tiere eine Freistätte bieten zu können. Aber auf den Häusern junger Leute stolziert er mit besonderer Vorliebe in vollster Würde umher, dort klappert es noch einmal so laut, wenn er angekommen ist, damit es weit und breit gehört werde.
Der allgemeine Volksglaube schreibt dem Storch gewisse Zauberkräfte zu. Er soll im Stande sein, Ehen glücklich zu machen, wenn es ihm beliebt, sich als Hausfreund einzustellen. Sein Einlaß soll hinreichen, alle Ehemänner gern an das Haus zu fesseln, wenn sie sich früher das Herumschwärmen der Junggesellen zur Richtschnur und Lieblingsbeschäftigung gemacht hatten.
Im Allgemeinen wird dem Storchenmännchen der Vorzug vor dem Storchenweibchen gegeben. Es kommen aber auch Fälle vor, in welcher das Weibchen von den Menschen lieber gesehen wird als das Erstere; aber diese Fälle stehen vereinzelt da, und sind gewöhnlich nur dem Umstand zuzuschreiben, daß ein öfteres oder viel zu häufiges Eintreffen eines Storchenmännchens die Sehnsucht nach einem Storchenweibchen rege macht.
Ein allgemeines Sprichwort lautet: den Vogel erkennt man an den Federn. Das kann aber auf den Storch nicht so recht zur Anwendung kommen, denn sein Gefieder ist nicht immer das reinlichste. Man bedenke nur, daß er bei senen Besuch in das Innere der Häuser stets seinen Weg durch die Schornsteine nimmt und es sehr oft versäumt wird, die letzteren durch den Essenkehrer zur bevorstehenden Visite reinigen zu lassen. Besonders sind - Schornsteine, welcher bisher par tout dem Storch den Eingang verwehrte, während sein Besitzer vielleicht gar nicht den Grund ahnt, warum sich der Langbein bisher nicht sehen ließ Wem daher am Eintreffen des Gastes gelegen ist, versäume ja nicht, ihm den Weg zu öffnen, ohne das Meister Storch sich zu schwarz zu machen genötigt ist. Allerdings gibt es Leute, für die unsere Wahrnung überflüssig ist, denn die Kenntnis der Behandlung dieses Tieres erbt sich gewöhnlich fort. Beispielsweise verstand es ein gewisser X; ihn zu - maliger Rückkunft (einmal erschien sogar ein Storchenzwilligspärchen) zu zwingen, während er in der Familie Y. Seiner Zeit - mal einkehren mußte.
Das sind höchst erfreuliche Resultate gewesen, welche die Nachkommen zur Nachahmung anspornen sollen.



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